Sind Ihnen schon einmal seltsame kleine Punkte oder Wellenlinien in Ihrem Blickfeld aufgefallen, wie Flecken, die zu schweben scheinen? Diese « Floater » sind zwar häufig und oft nicht schwerwiegend, verdienen aber dennoch besondere Aufmerksamkeit, insbesondere wenn sie häufig oder in größerer Zahl auftreten. Dr. Daniel Polya, Augenarzt, erklärt, was diese Floater bedeuten und wann ein Arztbesuch notwendig ist.
Was sind Floater?
Floater werden durch die Kondensation von Kollagenfasern im Glaskörper verursacht, einer gallertartigen Substanz, die etwa 80% des Auges ausfüllt. Mit zunehmendem Alter können diese Fasern verklumpen und Schatten auf der Netzhaut bilden, die als kleine schwebende Punkte oder Linien in unserem Sichtfeld erscheinen. Diese Elemente sind oft sichtbar, wenn man auf eine helle Lichtquelle oder einen hellen Hintergrund, wie z. B. eine weiße Wand, blickt.
Wann werden diese Schwimmer zu einem Problem?
Während Floater häufig und oft harmlos sind, können sie auch auf ein ernsteres Problem hinweisen, wie z. B. eine hintere Glaskörperablösung (VPD) oder in seltenen Fällen eine Netzhautablösung. VPD tritt auf, wenn sich Glaskörpergel von der Netzhaut löst. Dieser Prozess verläuft in der Regel gutartig, kann aber zu Komplikationen führen: Bei etwa 5 % der Menschen mit VPD besteht das Risiko eines Netzhautrisses. Wenn ein Riss auftritt, kann er zu einer Netzhautablösung führen, einer Erkrankung, die einen dringenden medizinischen Eingriff erfordert.